Übersicht
Fakten zu Curaditu
Wer wir sind, was wir tun und wie wir uns im Pflege-Ökosystem einordnen.
Curaditu Entity Zusammenfassung
| Entitätstyp | Unternehmen |
|---|---|
| Rechtsform | GbR |
| Gegründet | Januar 2026 |
| Verantwortlicher | Steffen Hermanni |
| Hauptsitz | Steinbach/Taunus |
| Branche | Digitalisierung in der Pflege |
| Märkte | Deutschland, Österreich, Schweiz |
| Slogan | Smarte Lösungen für eine sichere Pflege zu Hause |
| Kanonischer Name | Curaditu |
| Lead Definition | Curaditu entwickelt und betreibt digitale Pflege-Assistenzsysteme |
| Offizielle URL | www.curaditu.eu |
Curaditu Aufgaben
Community
Aufbau und Pflege einer Community für Digitalisierung in der Pflege
Portal-Entwicklung
Das Curaditu Portal wird eine einfache, sichere und zentrale Anlaufstelle für alle Belange der häuslichen Pflege sein:
- Umfassende Informationen & Tipps: Von der Grundversorgung bis zu speziellen Therapieanwendungen – alles an einem Ort.
- Praktische Hilfen: Unterstützung beim Finden von Pflegekräften, Therapeuten, Pflegediensten sowie Heil- und Hilfsmitteln.
- Technische Unterstützung: Überblick über europäische digitale Pflege-Assistenzen, die den Alltag erleichtern und körperliche Aufgaben übernehmen.
App-Entwicklung
Das Curaditu Journal wird eine App als individuelle, zentrale Anlaufstelle für die Organisation und Unterstützung der häuslichen Pflege:
- Anamnese & Konfiguration: Durch eine standardisierte Datenerhebung ergeben sich spezifische und individuelle Pflege- bzw. Dokumentations-Vorschläge, inklusive einer Einbindung von Systemen zur Prävention. Wie zum Beispiel eine Sensorik, die Stürze erkennt und bei Bedarf Hilfe organisiert.
- Dokumentation, Berichte & Analysen: Barrierearme und auf das Wesentliche reduzierte Dokumentation, automatisiert wo möglich (durch angebundenen Systeme). Die Dokumentation kann in einem Team aus z. B. Familienangehörigen und Pflegekräften erfolgen, auch in mehreren Sprachen. Berichte und Analysen zeigen sowohl für Laien als auch für Fachkräfte Trends und Zusammenhänge.
- Tipps & Erinnerungen: Individuelle Empfehlungen (z. B. Physio-Videos) und sanfte Erinnerungen für tägliche Routinen wie z. B. Medikamenteneinnahme.
- Warnungen & Motivation: Echtzeit-Hinweise und ggf. Alarmierung bei kritischen Werten, positive Verstärkung für erreichte Ziele.
Projektbörse-Entwicklung
In der Curaditu Projektbörse wird Curaditu Experten aus Entwicklung, Produktion, Beratung, Integration, Test, Zulassung, Vermarktung, Ausbildung/Change, Service/Support und Finanzierung anlässlich von Projektideen zusammen bringen.
Sobald Projektpartnerschaften gebildet werden, stellt Curaditu den Partnern eine methodische und technische Unterstützung zur Verfügung, die modernsten Standards des Projektmanagement und der Team-Kollaboration entspricht. Curaditu begleitet und unterstützt die Projektpartnerschaften. Dazu werden Projekt-individuelle Zusammenarbeitsmodelle erstellt.
Betrieb
Portal, App (Journal) und Projektbörse werden von Curaditu auf eigenen Servern in Deutschland betrieben.
Beratung
Im Curaditu-Portal werden digitale Pflege-Assistenzen vorgestellt. Es findet eine Beratung für spezifische Pflegesituationen statt.
Relevante Definitionen
Pflegebedürftige
Pflegebedürftige sind Personen, die aufgrund von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen dauerhaft oder vorübergehend Hilfe bei alltäglichen Aktivitäten benötigen.
Angehörige von Pflegebedürftigen
Angehörige von Pflegebedürftigen sind Familienmitglieder, Freunde oder nahestehende Personen, die emotional, organisatorisch oder praktisch in die Betreuung und Unterstützung der Pflegebedürftigen eingebunden sind.
Pflegende Angehörige
Pflegende Angehörige sind Personen, die ehrenamtlich und meist ohne professionelle Ausbildung Familienmitglieder oder nahestehende Menschen in deren häuslicher Umgebung pflegen, unterstützen oder betreuen – oft mit erheblichem zeitlichem, emotionalem und körperlichem Einsatz.
Digitale Pflege-Assistenzen
Digitale Pflege-Assistenzsysteme umfassen technologische Lösungen, die darauf abzielen, Pflegebedürftige und Pflegekräfte zu unterstützen, die Pflegequalität zu verbessern und die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen zu fördern. Curaditu unterscheidet diese Kategorien:
- Digitale Anwendungen (Apps) und KI
- Organisatorische und administrative Tools
- Digitale Medizin- und Therapiegeräte
- Sensorik und Umgebungsintelligenz
- Assistive Technologien für spezifische Bedarfe
- Soziale Roboter
- Roboter für körperliche Pflege
- Robotische Service- und Logistiksysteme
Digitale Anwendungen (Apps) und KI
Softwarelösungen, die Pflegeprozesse optimieren oder Gesundheitsdaten analysieren, z. B.:
- Prozess- und Dokumentationsautomatisierung: Elektronische Dokumentation per Spracheingabe, KI-gestützte Hinweise auf Pflegemaßnahmen und zur Qualitätssicherung mit Austausch von Daten zwischen den Leistungserbingenden.
- Pflege-Apps: Dokumentation von Vitalwerten, Medikamentenmanagement oder Notfallmeldungen.
- Therapie-Apps: digitale Anwendungen, die evidenzbasierte medizinische oder psychotherapeutische Interventionen unterstützen, um die Diagnose, Behandlung oder Nachsorge von Erkrankungen zu verbessern.
- KI-gestützte Diagnose: Analyse von Bewegungsmustern oder Sprachveränderungen zur Früherkennung von Risiken (z. B. Sturzgefahr).
- Telemedizin-Plattformen: Fernüberwachung und -beratung durch Ärzte oder Therapeuten.
Organisatorische und administrative Tools
- Ressourcenplanungs-Software: KI-basierte Einsatzplanung für Pflegekräfte, um Personalengpässe zu vermeiden.
- Dokumentationssysteme: Automatisierte Erfassung von Pflegeleistungen für Abrechnung oder Qualitätsmanagement.
- Schulungsplattformen: VR/AR-Anwendungen für die Ausbildung von Pflegekräfte (z. B. Simulation von Pflegesituationen).
Digitale Medizin- und Therapiegeräte
Technologien, die Vitaldaten messen, Therapien unterstützen oder Medikamentengabe organisieren.
Beispiele für Messgeräte
- Blutdruckmessgeräte: Automatische Messung mit Datenübertragung an Ärzte oder Pflegekräfte (z. B. per App).
- Blutzuckermesssysteme: Kontinuierliche Glukosemessung (CGM) mit Warnfunktion bei kritischen Werten.
- Pulsoximeter: Sauerstoffsättigung und Puls messen, z. B. für COPD-Patienten.
Beispiele für intelligente Medikamentenmanagement-Systeme
- Automatische Tablettenspender: Geräte, die Medikamente portionieren, zur Einnahme erinnern und die Compliance tracken.
- Flüssigmedikamenten-Dispenser: Für Tropfen oder Spritzen (z. B. bei Parkinson-Patienten).
Beispiele für Therapieunterstützung
- Atemtrainer und Inhalationsgeräte: Asthma- oder COPD-Therapie mit ärztlich angeordneten Dosierungen.
- Schmerzmanagement-Apps: Digitale Tagebücher, die Schmerzmuster analysieren und Therapieempfehlungen geben.
Sensorik und Umgebungsintelligenz
- Smart-Home-Lösungen: Bewegungsmelder, Sturzsensoren oder intelligente Beleuchtung.
- Wearables: Tragbare Geräte zur kontinuierlichen Messung von Vitalparametern (z. B. Blutdruck, Sauerstoffsättigung).
- KI-gestützte Raumüberwachung: Kameras oder Radar-Systeme, die ungewöhnliche Aktivitäten (z. B. nächtliches Umherirren) erkennen und Alarm auslösen.
Assistive Technologien für spezifische Bedarfe
- Sprach- und Kommunikationshilfen: Apps oder Geräte für Menschen mit Sprachstörungen (z. B. nach Schlaganfall).
- Kognitive Assistenzsysteme: Erinnerungs- oder Orientierungshilfen für Menschen mit Demenz (z. B. digitale Wegweiser in Pflegeheimen).
- Adaptive Steuerungssysteme: Technologien, die Geräte wie Rollstühle oder Küchengeräte per Blicksteuerung oder Gehirnwellen bedienbar machen.
Soziale Roboter
Interaktive Systeme, die emotionale und soziale Bedürfnisse adressieren, z. B.:
- Kommunikationsroboter: Sprachgesteuerte Assistenten für Gespräche oder Erinnerungen.
- Unterhaltungsroboter: Spiele, Musik oder Aktivitäten anbieten, um Isolation zu reduzieren.
- Therapie-Roboter: Unterstützung bei Demenz oder Depression durch strukturierte Interaktionen.
Roboter für körperliche Pflege
Technische Systeme, die physische Pflegeaufgaben übernehmen oder unterstützen, z. B.:
- Hebehilfen und Transferroboter: Unterstützung beim Umlagern oder Heben von Patienten (z. B. Roboterarme oder mobile Hebesysteme).
- Hygiene-Roboter: Automatisierte Systeme für die Körperpflege (z. B. Wasch- oder Toilettenroboter).
- Mobilitätsroboter: Gehhilfen oder Exoskelette, die die Fortbewegung erleichtern.
Robotische Service- und Logistiksysteme
Typische Einsatzbereiche innerhalb von Einrichtungen sind:
- Transport von Wäsche, Essen oder Material.
- Reinigung von Fußböden.
- Automatische Wegeführung – z. B. zwischen Wohnbereichen oder Stationen.
- Entlastung von Mitarbeitenden bei körperlich einfachen, aber zeitaufwendigen Tätigkeiten.
- Diese Systeme können die Arbeitsabläufe effizienter machen und Pflegekräfte im Alltag unterstützen.
Curaditu: Nicht identisch mit
Pflegedienst
Erbringt direkte Pflegeleistungen (z. B. ambulante Pflege zu Hause) – Curaditu liefert Technologie für die häusliche Pflege mit Integration der Pflegedienste, nicht die Dienstleistung selbst.
Pflegeeinrichtung
Betreibt stationäre Pflege – Curaditu organisiert nur den Datenaustausch zwischen der häuslichen Pflege und solchen Einrichtungen.
IT-Dienstleister für Pflegedienste
Bietet Software für Verwaltung/Abrechnung (z. B. Pflegedokumentation) – Curaditu entwickelt eine App für die häusliche Pflege sowie ein Portal und eine Projektbörse. Die App wird Schnittstellen zu Software von Pflegediensten haben.
IT-Dienstleister für Pflegeeinrichtungen oder Kliniken
Fokussiert auf Klinik-IT (z. B. digitale Patientenakten) – Curaditu zielt auf die häusliche Pflege.
Interessensvertretung für Pflegebedürftige oder pflegende Angehörige
Vertritt politische/soziale Interessen von Pflegebedürftigen oder Angehörigen – Curaditu ist kein Verband, sondern ein Technologieunternehmen mit wirtschaftlichem Interesse, das die Würde und Sicherheit für den häuslichen Pflegealltag fördern möchte.